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Die Katze

In einem kleinen Dorf namens Warimalde, mit vielleicht gerade mal 800 Einwohnern gab es eine noch Siedlung.

Vielleicht standen nicht gerade sehr viele Häuser in dieser Siedlung, doch die Menschen dort, Eltern und ihre Kinder, ja sogar ihre Großeltern und auch die Haustiere, die dort lebten, fühlten sich wohl. Möglicherweise genau deshalb, weil es nur so wenige Leute in dieser Siedlung waren.

Man kannte sich eben.

Im Grunde waren es nur ein paar nebeneinanderstehende Häuser, die Straße hatte nur wenige Biegungen und das waren zwei. Erst eine Links- und dann eine Rechtskurve, manche nennen es Zickzack-Kurve.

Fast entlang der ganzen Siedlung erstreckte sich hinter den Häusern mit ihren kleinen Gärten ein weites Feld und drum herum ein paar Wiesen.

Zwar waren die Leute in der Siedlung alle glücklich, doch wie eigentlich überall war auch der Alltag hier- Alltag und es gab eher selten ein besonderes oder gar außergewöhnliches Ereignis, wie zum Beispiel etwas Neues, das dann für eine begrenzte Zeit Schwung in den Alltag brachte, bis auch das Neue, normal und alltäglich wurde.

Der April hatte gerade begonnen, als die Katze des Bauern auf der anderen Seite des Feldes ihren zweiten Wurf Junge bekam. Sechs winzig kleine Katzenkinder waren es, die für die nächste Zeit nun ersteinmal den Tagesablauf, zumindest den der Katzenmutter, bestimmen sollten.

Als die kleinen Katzen etwas größer geworden waren, wusste der Bauer, er musste ein paar von ihnen weggeben, höchstens zwei konnten bei ihm bleiben.

Und so kam es, dass von den anfangs vier Katzen und zwei Katern nur noch jeweils eine Katze sowie ein Kater übrig geblieben waren.

Die kleine Katze, ihr Name war Mia, hatte schneeweißes Fell und nur ihre Schwanzspitze war schwarz.

Ihr Bruder, er hieß Pedro, war vollkommen schwarz, mit einer kleinen Ausnahme: seine pfoten, waren weiß, sodass es immer aussah, als trüge er ewig weiße Söckchen.

Dann kam die Zeit in der die Katzenmutter mit den Kleinen zum ersten Mal auf Erkundungstour ging.

Ihr Weg führte aus dem Garten des Bauern über seinen Hof, durch die Wiesen über das Feld, bis sie dann schließlich wieder auf dem Bauernhof angekommen waren.

Auf der Wiese sollten die Geschwister erfahren,wie gut es tut, sich den Rücken in der Sonne zu wärmen und dabei zu entspannen, doch einfach nur rumzuliegen, das war ihnen zu langweilig. Sie wollten mehr sehen von der spannenden Welt um sie herum, also zeigte Mutter Katze ihnen, wie man Mäuse fängt.

Es war nun fast Ende Mai und das Getreide auf dem Feld war schon viel gewachsen, sodass es schwer war, immer dicht bei einander zu bleiben, weil überall nur Halme zu sehen waren.

Eines jedoch war für Pedro schon jetzt klar:

Dies würde einmal sein Revier werden

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Mecki der Waschbär

Es waren einmal 3 Waschbärenbrüder, ihre Namen waren Marvin, Simon und Mecki, der Jüngste von ihnen. Mecki wurde von seinen zwei großen Brüdern oft sehr schlecht behandelt, weshalb er oft traurig war. Sie ärgerten ihn und spielten ihm böse Streiche.

Eines Tages, als der Apfelbaum in ihrem Garten, den die Mutter vor ein paar Jahren gepflanzt hatte das erste Mal Äpfel trug, gingen die Waschbärenkinder in den Garten. Ihre Mutter hatte erlaubt, dass sich jeder von ihnen ein paar von den Äpfeln pflücken darf, also war auch Mecki schon ganz gespannt darauf, wie sie denn wohl schmecken würden. Doch als der kleine Waschbär sich nach einem schönen rot-gelben Apfel ausstreckte, drückte ihn Simon zur Seite. „He, das ist unfair!“, sagte Mecki ganz überascht. Doch Simon schaute ihn nur böse an und meinte: „Wir sind vor dir dran! Du musst erst warten, bis wir fertig sind!“

So kam es, dass für Mecki gar keine schönen Äpfel mehr übrig waren. Zwar gab es am Baum noch rote und gelbe Früchte, doch sie waren nur klein, da Marvin und Simon schon all die großen für sich genommen hatten. Als die beiden gingen, rief Simon: „So, den Rest kannst du jetzt haben: All die zu klein geratenen, die Schrumpligen und die mit den braunen Stellen!“ „Genau, weil die anderen nämlich viel zu schade für dich wären!“, fügte Marvin noch hinzu.

Dann verschwanden seine großen Brüder kichernd ins Haus.

Mecki die übrig gebliebenen Äpfel für sich gepflückt hatte, ging er ins Haus.

„Warum kann ich nicht auchmal etwas Schönes abbekommen?“, dachte er ganz traurig und fing an, leise zu weinen.

Auf dem Weg in sein Zimmer gingen Marvin und Simon an ihm vorbei und meinten: „Hier, einen Schönen kannst du haben. Wir sind mal großzügig.“

Stumm nahm er den Apfel entgegen.

Mecki setzte sich af sein Bett und legte die Äpfel neben sich. Er wollte mal einen probieren und nahm einen von den Äpfeln mit braunen Stellen. „Ob die wohl auch schmecken?“, dachte er und biss in den Apfel hinein. Mecki war überrascht wie saftig der kleine Apfel war, welcher dann eigentlich doch viel besser schmeckte, als anfangs erwartet. Bald darauf hatte er einen zweiten und einen dritten von den nicht ganz so perfekten Äpfeln verputzt.

Plötzlich kam ihm eine Idee: Wenn doch diese Äpfel so gut schmeckten, dann müssten doch die hübschen, großen Äpfel noch viel besser schmecken. Also probierte er den einzigen großen Apfel den er hatte, doch er enttäuschte ihn. Er war zwar fast doppelt so groß wie seine anderen Äpfel, aber dafür war er fast geschmacklos und sehr wässrig.

Doch dann lächelte der kleine Waschbär und freute sich über die vielen leckeren Äpfel die nun nur er ganz alleine besaß.

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